
HÜRTH. Was haben das Ernst-Mach-Gymnasium (EMG), der Rennsport und Toyota Gazoo Racing gemeinsam? Diese Frage beantwortete kürzlich Thomas Heidbrink, Marketing Manager der Toyota Gazoo Racing Europe GmbH, bei einem besonderen Besuch am EMG. Im Mittelpunkt stand das „Mach“ – ein Synonym für Geschwindigkeit – und die faszinierende Technik, die hinter dem Rennwagen steckt.
Die rund 600 Mitarbeiter:innen in Köln-Marsdorf entwickeln und bauen dort Hightech-Boliden, die weltweit auf den Rennstrecken unterwegs sind. Einen besonderen Höhepunkt brachte Heidbrink gleich mit: das Siegerauto des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans aus dem Jahr 2020. Auf dem Schulhof konnten die EMG-Schülerinnen und -Schüler den über 300 km/h schnellen Flitzer aus nächster Nähe bewundern und ihre Fragen stellen.
Anlass des Besuchs war die feierliche Ratifizierung der KURS-Lernpartnerschaft zwischen dem Ernst-Mach-Gymnasium und Toyota Gazoo Racing Europe. Ziel der Kooperation: Jugendliche für innovative Antriebstechnologien begeistern. „In Marsdorf arbeiten wir derzeit an einem mit grünem Wasserstoff betriebenen Rennwagen, mit dem wir in den kommenden Jahren in Le Mans starten wollen“, erklärte Heidbrink. Künftig werden Schüler:innen im Rahmen gemeinsamer Projekte Modellautos bauen, die mit Wasserstoff angetrieben werden – und diese anschließend sogar im Windkanal optimieren.
Auch Schulleiter Thomas Welz begrüßte die Partnerschaft ausdrücklich: „Um die Zukunft der technischen Entwicklung aktiv mitgestalten zu können, brauchen junge Menschen Lernerfahrungen in realen Situationen.“
Als zertifizierte MINT-Schule sieht das EMG hierin eine große Chance. Unterstützung kommt auch von der IHK Köln, Geschäftsstelle Rhein-Erft. Deren Vertreterin, Heidelinde Eisenbarth, betonte: „Wir sehen am EMG viele kreative Köpfe, die durch ihre Begeisterung für den Motorsport wertvolle praktische Erfahrungen sammeln können – sei es in Projekten, im Unterricht oder später in Praktika und Ausbildungsprogrammen. Genau solche Partnerschaften zeigen, wie Schule und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten können, um Talente frühzeitig zu fördern.“
