Durch ehemaligen GAT Schüler vollziehen Wirtschaftsschüler:innen den komplexen Bau mechatronischer Systeme nach

MECHERNICH. „Wir entwickeln, konstruieren und fertigen hier mit 300 Beschäftigten hochspezialisierte Anlagen und Baugruppen – von der Idee bis zur Serie“, erklärte Industriekaufmann Mathias Hansen aus dem Vertriebsinnendienst der Deutsche Mechatronics GmbH der Besuchergruppe zu Beginn der Betriebsführung. Andreas Maikranz, MINT-Koordinator des Mechernicher Gymnasiums, und seine Wirtschaftsschüler:innen der Einführungsphase (EF) hatten sich auf den Besuch beim KURS-Lernpartner vorbereitet, indem sie sich mit Produktionsabläufen, Unternehmensaufbau und weiteren ökonomischen Fragestellungen im Vorfeld beschäftigt haben. Nun erlebten die Jugendlichen mit Ihrem Sowi-Lehrer live, wie die bestellten Einzelteile, mehr und mehr Form annehmen in jedem Fertigungsbereich.

Hier könne sich jede:r zukünftige Mechatroniker:in ausleben, so Hansen. Allerdings lerne man in der Ausbildung alles Schritt für Schritt und könne sich dann zunehmend spezialisieren, zum Beispiel im Schweißbereich. Hier nämlich, so beobachteten die Gymnasiastinnen Yuli C. und Emily E. interessiert, wird der Robotor von einem Schweißer gekonnt bedient, da keine Menschenhand so präzise und lange Stücke schweißen kann: „Es ist ja außergewöhnlich, dass jede individuelle Bestellung hier nach eigenem Plan gefertigt wird. Wir haben gerade erfahren, dass jeder Mitarbeiter exakt nachvollziehen kann digital, wann genau welche Anlage oder Ersatzteil in seinen Bereich kommt und wann exakt es fertig sein wird – auf die Stunde genau zur Auslieferung.“

„Das ist ja mal akkurate Arbeit“, resümierte auch Schüler Hanno A. „und dass für über 240 Kunden, die alle unterschiedliche Produkte bestellten.“ Das Fazit von Maikranz zur verständlichen Führung „mit rotem Faden“ fällt ebenso positiv aus. Somit stellt Hansen letztlich auch ein authentisches Berufsvorbild für die Jugendlichen dar, denn immerhin war er selber einst Schüler des Gymnasiums Am Turmhof.