Vom Geheimcode zum autonomen Auto: IT-Praxis bei adesso SE

Jennifer Eck, technische Ausbildungsleiterin bei adesso SE, begrüßte Ida, Nicolas, Amin, Bardia, Victor, Leon und ihre Lehrerin Kathrin Larisch vom Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium herzlich zum IT-Practice Day.

Teamarbeit spielte bei diesem Programmpunkt der KURS-Kooperation zwischen dem Kölner Gymnasium und dem Software-Dienstleister eine zentrale Rolle. Unterstützt wurden die Schüler:innen unter anderem von Clara Weller, Necmeddin Zahid Manavbasi und Jonas Popp, dual Studierende der Informatik an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

Auch Marco Marienhagen, Software Engineer bei adesso, gehörte zum Team. Er gab den angehenden Abiturient:innen spannende Einblicke in den Arbeitsalltag eines Entwicklers. Er erzählte, wie vielfältig sein Beruf ist: von der Planung und Organisation über den Austausch von Feedback bis hin zur zentralen Aufgabe des Programmierens. Besonders faszinierend für die Schüler:innen war zu erfahren, wie diese Tätigkeiten mit dem agilen Projektmanagement-Ansatz Scrum ineinandergreifen und zu erfolgreichen Projekten führen.

Nach der Einführung wurde es praktisch: Die Teilnehmer:innen stellten sich einer kniffligen kryptographischen Teamaufgabe. Mit Hilfe der Vigenère-Verschlüsselung und einem sogenannten Vigenère-Quadrat sollten sie Begriffe verschlüsseln und verschlüsselte Botschaften entschlüsseln. Schnell zeigte sich, dass sie diese Herausforderung gut meisterten, und so ging es direkt zur nächsten Stufe: In einer spannenden Challenge mussten sie verschlüsselte Buchstabenfolgen in Zahlen übersetzen, um den Code einer kleinen Schatztruhe zu knacken. Nicolas, Armin und Bardia waren die Schnellsten und öffneten triumphierend die Truhe, aus der sie Taschen mit Stiften und weiteren praktischen Goodies ergatterten.

In der Pause genossen alle die Aussicht von der Dachterrasse, wo sie ein seltenes Naturschauspiel erwartete: Schnee in Köln. Die weiße Kulisse über dem Rhein sorgte für staunende Gesichter und eine willkommene Abwechslung.

Nach der Schneepause ging es mit einem weiteren Highlight weiter – diesmal am Laptop. Necmeddin Zahid Manavbasi stellte den Schüler:innen die Anki Overdrive-Bahn vor. Auf den ersten Blick erinnerte sie an eine klassische Carrera-Bahn, doch schnell wurde klar: Hier ging es um autonome Fahrtechnologien im Kleinen. Die Aufgabe der Schüler:innen bestand darin, mithilfe von Java kleine Autos so zu programmieren, dass sie selbstständig auf der Strecke fahren konnten. Mit einem Handbuch und vorbereiteten Code-Schnipseln tüftelten die Teams daran, die Fahrmanöver ihrer Autos zu optimieren.

Die Begeisterung war groß, als die ersten Fahrzeuge sich wie von Zauberhand über die Bahn bewegten – gelenkt von selbstgeschriebenen Codezeilen. Für die Schüler:innen wurde die Zukunft des autonomen Fahrens auf spielerische Weise greifbar. Jeder beobachtete gespannt, ob die eigenen Programmierschritte tatsächlich funktionierten und die kleinen Autos ihre Runden drehten. Ein faszinierender Einblick in die Welt der Technik, der allen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Der IT-Practice Day bot den Schüler:innen nicht nur praktische Einblicke in die Welt der Informatik, sondern zeigte auch, wie bereichernd die Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen im Rahmen der KURS-Partnerschaft sein kann. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis wird deutlich, wie vielfältig die Berufsmöglichkeiten in der IT sind und welche Schlüsselkompetenzen gefragt sind – von Problemlösungsfähigkeit bis hin zu Teamarbeit.

Für die Schüler:innen des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums war dieser Tag mehr als nur ein Blick hinter die Kulissen eines Softwareunternehmens. Er war eine Chance, Zukunftstechnologien hautnah zu erleben, eigenes Potenzial zu entdecken und wertvolle Inspiration für den weiteren Bildungs- und Berufsweg zu sammeln. Auch für adesso SE war der Tag ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, junge Talente frühzeitig zu fördern und für die Berufswelt zu begeistern.

Die KURS-Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen zeigt, wie sinnvoll und nachhaltig solche Kooperationen sind, wenn es darum geht, den Fachkräftenachwuchs gezielt zu stärken und praxisnah auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten.