
OVERATH. Seit über 10 Jahren existiert die erfolgreiche KURS-Kooperation zwischen BARLOG Plastics in Overath und dem Albertus-Magnus-Gymnasium in Bergisch Gladbach schon. Der „Kunststofftag“ für die zwei siebten Klassen des MINT-Zweigs wurde auch dieses Jahr wieder mit einem Theorieteil in der Schule und einem Praxisteil im Unternehmen durchgeführt.
Bei dem gemeinsam entwickelten Projekt erfuhren Schülerinnen und Schüler vor Ort, wie ein Kunststoffbauteil entsteht und welchen Prüfungen es sich im Prüflabor unterziehen muss.
Im Chemieunterricht war der Besuch vorbereitet worden: die Schülerinnen und Schüler lernten unterschiedliche Kunststoffe, mögliche Farbpigmente sowie deren Eigenschaften im Vorfeld kennen und stellten gemeinsam heraus, welche Anforderungen ein Baustein hinsichtlich Sicherheit und Wirtschaftlichkeit besitzen muss.
Im Praxisteil im Unternehmen wurde der Entstehungsprozess des geplanten Bausteins nach einer Begrüßung in drei Stationen genauer untersucht und beobachtet. In einer (ersten) – neu aufgenommenen – Station wurde erklärt, wie das formgebende Werkzeug (in diesem Falle für den Baustein) am PC designt wird. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler vor Ort dabei zusehen, wie das Werkzeug aus Aluminium gefräst wird.

In einer weiteren Station ging es zur Spritzgussfertigung, wo das zuvor designte Werkzeug zum Einsatz kam, um die Bausteine im Spritzgussverfahren herzustellen. Hier musste unter anderem gerechnet, geprüft und über die Farbgebung entschieden werden. Sowohl beim Abwiegen und Zusammenstellen des Kunststoffgranulats als auch beim Prüfen der Maße vom Baustein-Endprodukt waren die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt. Das fertige Endprodukt wurde begeistert und zahlreich von den Schülerinnen und Schülern mit nach Hause genommen.
In einer letzten Station wurden im Labor verschiedene Prüfungen (Schlagzähigkeit und Zugbelastung) durchgeführt. Die im Unterricht als wichtig herausgestellten Eigenschaften wurden hier am Bauteil bzw. an den Kunststoffproben untersucht. Hierbei durfte jeder Schüler und jede Schülerin selbst einige Tests durchführen und war aktiv eingebunden, Messergebnisse festzuhalten, zu beschreiben, zu bewerten und Mittelwerte zu berechnen.
Nebenbei erhielt man ergänzend während des Besuches Einblicke in die Arbeit des Unternehmens und in einzelne Berufe wie u. a. die des Werkstoffprüfers, Werkzeugmechanikers sowie des Kunststoff- und Kautschuktechnologen.


