
KERPEN. Eine neue Idee für den Informatikunterricht ist geboren! Am 9. März 2026 vereinbarten die Realschule Kerpen und das Unternehmen Computacenter eine Kooperation im Rahmen einer KURS-Lernpartnerschaft. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig und praxisnah an Inhalte und Berufsbilder aus dem IT-Bereich heranzuführen.
Durch die Kooperation werden Unterrichtsinhalte stärker an der beruflichen Realität ausgerichtet. Mithilfe sogenannter „Forschungsaufträge“, die den Aufbau und die Arbeitsweise bei Computacenter thematisieren, entdecken die Jugendlichen die Welt der Informatik auf neue und anschauliche Weise. „Es ist so wichtig, Schüler und Schülerinnen an die Hand zu nehmen und ihnen zu zeigen, wie interessant die Ausbildung in unserem Unternehmen ist“, betont Frau Michaela Hoffmann, HR Consultant bei Computacenter.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Vorstellung unterschiedlicher Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich. Auch die Perspektive, dass es duale Studiengänge im Unternehmen gibt, motiviert die Jugendlichen, sich intensiver mit den Anforderungen und Chancen der Branche auseinanderzusetzen. Ergänzend wird die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz von Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern gestärkt. Diese stellen ihre Berufe vor und stehen den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung.
Ein weiterer zentraler Baustein der Kooperation ist außerdem ein gemeinsames Bewerbungstraining, bei dem die Schülerinnen und Schüler realitätsnahes und persönliches Feedback erhalten. „Nur den Fuß über die Schwelle setzen, hilft, Ängste abzubauen“, erklärt Schulleiterin Rita Röbel der Realschule der Stadt Kerpen. Nur so könne dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
Die enge Verzahnung von Unterricht und Praxis stärkt nicht nur die Qualität des Unterrichts, sondern fördert auch Selbstbewusstsein und berufliche Perspektiven der Schülerinnen und Schüler. Computacenter präsentiert sich dabei als ist ein zukunftsorientierter und attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen.
Agnes Szymura von der IHK Köln bringt es auf den Punkt: „KURS ist ein Erfolgsmodell für die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft. Verbindliche Absprachen führen zu lebendigem Austausch und dauerhafter Kooperation der Lernpartner. Davon profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die einen praxisorientierten Unterricht genießen, sondern vor allem auch die Unternehmen, die frühzeitig Kontakt mit gut informierten potenziellen Auszubildenden aufnehmen können. So können Schülerinnen und Schüler der Realschule der Stadt Kerpen unterschiedliche Technologiebereiche, die Computacenter zu bieten hat, hautnah erleben. So funktioniert gute Berufsorientierung.“

