Generationen lernen spielend voneinander

ZÜLPICH-BÜRVENICH. …und dies bereits seit 18 Jahren, denn die KURS-Lernpartnerschaft zwischen den Cellitinnen-Marienborn (St.Elisabeth Pflegeeinrichtung Zülpich) und der Stephanusschule wurde bereits 2007 unterzeichnet. „Wenn es um Kinder geht, da bin ich dabei“, sagt Johanna Schwind mit stolzen 90 Jahren. Sie spielt Kniffel mit Luca K, (Klasse M2) und seinem Mitschüler. Die Seniorin ist sechsmal so alt wie die beiden, betont aber lächelnd, dass sie die Jungs toll finde und dass sie die Spiele AG in der Bürvenicher Schule gerne noch viel öfters besuchen würde. Luca erklärt, dass auch er die Arbeitsgemeinschaft toll finde, Respekt vor den Bewohnerinnen des Altenzentrum habe und sich einen Beruf in der Pflege durchaus vorstellen könne.

Auch Mandy K. (Klasse O2) ist begeistert von der Kooperation, schätzt den Kontakt zu Lisa Keymer (75 Jahre alt), der sehr herzlich wirkt. Mandy ist stolz ihr „SkipBo“ beigebracht zu haben. „Wir haben uns gefunden durch dieses Angebot“, berichtet Frau Keymer lächelnd. „Im Heim spielen wir zwar auch abends, aber hier finde ich es viel lustiger, obwohl ich doch im Klassenraum die „alte“ bin, im Heim eine der jüngsten. Wir lernen jedenfalls spielend voneinander und das finde ich schön.“

Förderschullehrerin Astrid Blauen, die die Arbeitsgemeinschaft der Stephanusschule betreut, kann dem nur zustimmen und resümiert, dass die Kids sich toll auf die Seniorinnen einlassen. „Sie sprechen, lernen und spielen mit viel gegenseitigem Respekt und großer Freude miteinander“, so Blauen.

Letztlich finden sich monatlich so viele Bewohnerinnen der Pflegeinrichtung „die gerne mit in die Stephanusschule fahren möchten am Dienstagnachmittag, da könnten wir einen ganzen Bus chartern“, erzählt Jessica Sorge (Ergotherapeutin) vom Sozialtherapeutischen Dienst der Cellitinnen-Marienborn. Sie spielt Rummikup mit Bewohnerin Dietlinde Jakob und Schüler John A. (Klasse O2). Frau Jacob und John sprechen aus, was beobachtet werden kann: „Wir sind hier eine richtige Generationenzusammenkunft“. Abschließend verrät John noch ein Geheimnis seines Dazulernens: „Ich gucke mir echt Spieltechniken ab bei den Damen, denn die sind ja fünfmal älter und sind echt gut.“