Zwischen Traditionsrezepten und moderner Backtechnik

HENNEF. Wie aus einem 100-Kilo-Sack Roggen ein erfolgreiches Familienunternehmen wurde, erfuhren 14 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c der Gesamtschule Meiersheide in Hennef bei einer praxisnahen Betriebsbesichtigung im Rahmen der KURS-Kooperation.

Am 17. Juni 2026 erhielten die Jugendlichen eindrucksvolle Einblicke in das traditionsreiche Familienunternehmen Gilgen‘s Bäckerei und Konditorei. Zu Beginn stellte Bäckermeister und Geschäftsführer Franz-Josef Gilgen die Entwicklung des Betriebs vor, der sich über mehrere Generationen hinweg zu einem großen Unternehmen entwickelt hat und heute bereits in vierter Generation geführt wird.

Die erste Station war die Snackabteilung, in der täglich eine Vielzahl frischer Snacks für den Verkauf in den Filialen vorbereitet wird. Anschließend ging es weiter in die Konditorei. Hier konnten die Gruppe die Herstellung von Frankfurter Kränzen live miterleben. Besonders interessant war ebenfalls die Produktion von „Oma Margas Kuchen“, der bis heute nach einem traditionellen Familienrezept gebacken wird.

Auch in der Feinbäckerei wurde deutlich, dass trotz moderner Technik und maschineller Unterstützung viele Arbeitsschritte weiterhin von Hand ausgeführt werden, etwa bei der Herstellung von Croissants und anderen Teilchen.

Weiter ging es in die Backabteilung. Hier beeindruckten vor allem die großen Teigmaschinen und Backöfen. Die Jugendlichen erfuhren viel Wissenswertes über die Herstellung und Verarbeitung verschiedener Teigarten.

Zum Abschluss stand noch ein Besuch im Lager auf dem Programm. Dort wurde deutlich, welche logistischen Abläufe notwendig sind, damit täglich frische Backwaren pünktlich in die Filialen gelangen.

Zwischen den einzelnen Stationen erhielten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Informationen zu den verschiedenen Berufsbildern und Ausbildungsberufen im Unternehmen. Die Besichtigung bot damit nicht nur Einblicke in die Herstellung der Backwaren, sondern auch wertvolle Impulse für die Berufsorientierung.

Dass der Besuch nachhaltig Eindruck hinterließ, zeigte die spontane Aussage eines Schülers: „Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen.“