
STOLBERG. Am 18. Februar 2026 hatten 16 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Kupferstädter Gesamtschule die Gelegenheit, ein Werk der Metallindustrie hautnah zu erleben. Aurubis produziert mit rund 400 Mitarbeitenden im Standort Stolberg hochpräzise Bänder und Drähte aus Kupfer und Kupferlegierungen, die weltweit eingesetzt werden.
Begleitet von Klassenlehrer Martin Koltzer startete der Besuch mit einer kurzen Unternehmenspräsentation sowie einer Sicherheitseinweisung durch Sabrina Thiede, Personalsachbearbeiterin und Ausbildungskoordinatorin. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt, um unterschiedliche Ausbildungs- und Arbeitsbereiche zu erkunden.
Die erste Gruppe erhielt Einblicke in den Elektronikbereich, der zugleich als Ausbildungswerkstatt dient. Hier konnten die Jugendlichen die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik kennenlernen, inklusive Prüfung, Steuerung, Wartung und Reparatur von Anlagen. Besonders anschaulich waren verschiedene Schaltungen, Steuerungen oder das Motorentestfeld. Angeleitet durch Azubi Jannick durfte im Anschluss jeder seinen Namen auf ein Kupferplättchen maschinell gravieren lassen.
Parallel dazu konnte die zweite Gruppe das Berufsfeld des Industriemechanikers praxisnah erfahren. Die Jugendlichen stellten selbst eine Handyhalterung her: Nach der Materialwahl zwischen Kupfer und Messing wurden die Kanten gefeilt und entgratet. Anschließend formten die Schülerinnen und Schüler die Halterung gemäß einer technischen Zeichnung mit einer Abkantpresse. Dabei zeigte sich deutlich, dass der Umgang mit großen Kräften Respekt einflößt, doch die gute Anleitung und Unterweisung ermöglichten jedem, ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Am Ende waren die Jugendlichen sichtlich stolz auf ihre selbst gefertigten Produkte.

Nach dem Gruppenwechsel erlebten alle gemeinsam eine Führung durch die Produktion, bei der die imposanten Produktionsstraßen und Maschinen einen bleibenden Eindruck hinterließen. Ausbilder Mario Schaffrath stellte in diesem Rahmen auch die Aufgaben des Produktions- und Verfahrenstechnologen vor.
Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war spürbar. Neuntklässler Elija berichtete: „Ich fand es super interessant, mal in den Arbeitsalltag eines solchen Unternehmens zu gucken – vor allem hat mir gefallen, dabei etwas selber herstellen zu können.“ Auch Aron, der bereits konkretes Interesse an einem Praktikum zeigte, war begeistert: „Ich bin ein Mensch, der etwas machen und Ergebnisse sehen will. Ich will auf jeden Fall etwas Handwerkliches machen. Eine Ausbildung im Bereich Industrie kann ich mir nach den heutigen Einblicken gut vorstellen.“
Ausbilder Marco Hermann erlebte die Jugendlichen äußerst positiv und interessiert: „Es wurden viele wichtige Fragen gestellt und es hat Spaß gemacht, nicht nur diese zu beantworten, sondern auch ein paar Eindrücke zu vermitteln, was wir hier eigentlich machen.“


