Vorurteile abbbauen – von Experten lernen

LEVERKUSEN. So überschrieb der Kölner Stadtanzeiger seinen Artikel zur Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Regionaldirektion Leverkusen und der Marienschule Opladen.

Regionaldirektor Claus-Gunther Häuseler freute sich, wieder einmal in der Schule in Opladen zu sein. Vor fast genau 4 Monaten noch hatte er die Gewinner aus 41 Leverkusener Schulklassen in der Marienschule ausgezeichnet, die sich am Wettbewerb „Be smart – don’t start“ beteiligt hatten, einem Nichtraucherwettbewerb um dessen Umsetzung sich die AOK bundesweit kümmert. Damals landeten Klassen der Marienschule ganz weit vorne. Heute landet die ganze Schule einen Treffer, weil sie mit der AOK Rheinland/Hamburg einen interessanten Unternehmenspartner gefunden hat.

Joachim Nielen, stellvertretender Schulleiter der Marienschule stellte fest, dass die Schule Bildungspartner gut gebrauchen kann: „Lehrer können zwar viel – aber nicht alles“, so seine Aussage. Dabei äußerte er den Verdacht, dass die Schülerinnen und Schüler den Lehrkräften nicht immer alle Kenntnisse vom wahren Leben zutrauen. „Da müssen wir uns an die Nase fassen“, so Nielen, „und ganz ehrlich zugeben, dass wir gerade in der Berufsorientierung auf fremde Hilfe angewiesen sind“.

Claus-Gunther Häuseler freut sich auf jeden Fall darauf, Schülerinnen und Schülern zeigen zu dürfen, wie spannend und abwechslungsreich die Arbeitsfelder in einer Krankenkasse sein können. „Wir glauben, in der Zusammenarbeit eine Menge an Vorurteilen bei den Jugendlichen abbauen zu können“, so der Regionaldirektor.

Aber nicht nur das – Neben der Berufsorientierung sollen die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung einer gesunden Lebensführung sensibilisiert werden und sich mit den Grundprinzipien und Trends der Krankenversicherungen auseinander setzen.

Schülersprecher Maximilian Doeckel freut sich auf den Besuch der Fachleute von der AOK. Lehrer sind seiner Meinung nach häufig sehr theoretisch. „Ich gehe davon aus, dass die Experten uns tiefer gehendes und praktischeres Wissen vermitteln können“, so der Schülersprecher.

Dass das so ist, können die Partner bei verschiedenen Treffen unter Beweis stellen, die für das erste Jahr der Zusammenarbeit geplant sind. Vorgesehen sind Projekte zu den Themen „Gesundes Leben – Ernährung und Bewegung“ oder „Stressbewältigung“ ebenso wie Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung. Für die Oberstufenschüler geht es u.a. darum, zusammen mit AOK-Experten die Strukturen des Gesundheitswesens verstehen zu lernen. Darüber hinaus werden sie sich mit den Trends im Gesundheitswesen und den zu erwartenden Konsequenzen beschäftigen. Zu den verschiedenen Themen liegen Bausteine vor, die die Kooperationsarbeit erleichtern sollen (siehe: http://www.portal-schule-wirtschaft.de/unternehmen/unternehmen/AOK_Rheinland_Hamburg).