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Leckereien aus dem schuleigenen Backhaus

4.10.2012. Best Practice, Rheinisch-Bergischer Kreis.

LEICHLINGEN. Als Bäcker muss man ausgeschlafen sein, damit man frühmorgens aus den Federn kommt. Aber wer früh anfängt, der hat auch früh Feierabend. „Unser Bäcker Schneppenheim wird im Bereich des wöchentlichen Wahlpflichtunterrichtes den Kurs „WPU-Backhaus“ leiten. Er stellt mit den Schülerinnen und Schülern z.B. einen Sauerteig her und verarbeitet den reifen Teig zu Brotteig der dann im schuleigenen Ofen gebacken wird,“ sagt Sebastian Klems, Geschäftsführer der Bäckerei Wulf. „Dabei erleben die Schülerinnen und Schüler hautnah die Herstellung von leckerem Brot ohne Zusatzstoffe“, so Klems weiter.

„Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schülern auf einen guten Schulabschluss vorzubereiten und sie zur Ausbildungsreife zu führen um ihnen den Übergang in das Berufs- und Erwachsenenleben zu erleichtern. Eine systematische Berufsorientierung stärkt sie dabei einen Ausbildungsplatz zu finden und ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen“, sagt Iris Mybes, Leiterin der Gemeinschaftshauptschule Leichlingen. „Da der beste Einstieg ins Arbeitsleben über die Praxis führt, haben wir unser schuleigenes Backhaus reaktiviert“, so Mybes weiter.

Die Bäckerei Wulf und die Gemeinschaftshauptschule Leichlingen habe ihre Lernpartnerschaft jetzt auch vertraglich festgehalten. „Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten, die Schule und die Handwerksbetriebe“, erklärte Arik Werle von der Handwerkskammer zu Köln. „Die Handwerkskammer zu Köln möchte ihren Beitrag zum Übergangsmanagement Schule-Beruf, speziell der Berufsorientierung, leisten. Das Handwerk soll dadurch bekannt und erfahrbar gemacht werden.

Die Dringlichkeit dieser Aufgabe wird erkennbar an der Zahl der Ausbildungsabbrüche und an der hohen Zahl von Schülern, die sich in Übergangsklassen an Berufsschulen und Bildungsträgern befinden. Um der Aufgabe der Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf die Berufswelt gerecht zu werden, öffnen sich Schulen zunehmend für die Unterstützung aus der Wirtschaft. Des Weiteren ist die Gewinnung junger Nachwuchsfachkräfte von signifikanter Bedeutung. Sowohl für das Handwerk wie auch für den Arbeitsmarkt im Ganzen. Daher ist es ganz entscheidend, frühzeitig die Weichen für den späteren beruflichen Werdegang zu stellen und die Chancen und Möglichkeiten im Handwerk zu verdeutlichen. Gerade aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels hat man künftig mit einer Dualen Berufsausbildung beste Chancen auf einen gesicherten Arbeitsplatz,“ so Werle weiter.
 
Schulamtsdirektor Herbert Schiffmann stellte heraus, wie schwer es heutzutage für junge Menschen ist sich auf die Zukunft vorzubereiten. „Sie brauchen viel Wissen, viel Erfahrung, aber vor allem auch Partner an ihrer Seite. Über KURS können Schulen außerschulische Partner gewinnen, die den Schülerinnen und Schülern Räume für die Interessensfindung anbieten können.“
 
„Die Vernetzung der schulischen Angebote der Berufsorientierung mit außerschulischen Partnern, erhöht die Chancen eine gute Berufswahlentscheidung zu treffen.“ sagt Christian Ullmeyer, Koordinator im KURS-Basisbüro für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Lernpartnerschaft ist Teil der Bildungsinitiative KURS (Kooperation Unternehmen der Region und Schule) „KURS möchte einen stabilen Rahmen für die Zusammenarbeit anbieten, in dem die Verbindlichkeit durch die Verschriftlichung der Vorhaben und die Benennung konkreter Ansprechpartner gewährleistet wird. Nachhaltigkeit soll durch die gemeinsame Entwicklung und Optimierung der Kooperation im Rahmen der jährlichen Evaluation sichergestellt werden“, meinte Ullmeyer.

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