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Bewerbungstraining im dm-Verteilzentrum

28.2.2006. Rhein-Sieg-Kreis.

MECKENHEIM. Im Februar fand das erste Bewerbungstraining mit dem neuen Unternehmenspartner DM-Verteilzentrum Meckenheim statt. Maren Theine, Schülerin der Klasse 9d der THR, ist eine der ersten Schülerinnen, die diese Gelegenheit wahrnimmt. Sie ist zum Einzelgespräch eingeladen und ein wenig aufgeregt. Welche Fragen wird Frau Leis, Ausbildungsbetreuerin in der Abteilung Mitarbeiter und Organisationsentwicklung ihr stellen? Hätte sie eine Chance, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen?

Im November 2004 hatten Maren und über 50 andere Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9d sich im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Prawitz auf Ausbildungsplätze für die Berufe Fachkraft für Lagerlogistik und Bürokauffrau/ -mann beworben. Zuvor hatten die Klassen eine Betriebserkundung durchgeführt und einen ersten Eindruck von beiden Berufen und der Arbeit im Verteilzentrum erhalten.

Nach Durchsicht aller Bewerbungsmappen und detaillierter Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler (Frau Leis hatte jedem Schüler einen individuellen Feedbackbogen ausgestellt und dann eine Stunde lang in der Aula allgemeine Hinweise und wichtige Tipps zu allen Bewerbungen gegeben!) wurden zehn Bewerber und Bewerberinnen für den Nachmittag des 13. Januar 05. zum Gruppengespräch ins Verteilzentrum eingeladen.

Nach dem Konzept jeder „echten“ Bewerbung hatten die Kandidaten drei Stunden lang Gelegenheit sich zu präsentieren, Fragen zu stellen, Aufgaben zu lösen und so einen Eindruck zu vermitteln zu ihrer Persönlichkeit, ihrer Konzentrations- und Teamfähigkeit, ihrer Selbständigkeit und der Fähigkeit, sich auf Neues einzustellen.

Die Realitätsnähe und Ernsthaftigkeit dieses doch fiktiven Gruppengesprächs zeigten sich an der Art der Gesprächsführung durch Frau Leis und Herrn Hutzler, ihren Chef (Stellv. Bereichsleiter  Mitarbeiter  und Organisationsentwicklung), sowie am großen Interesse und der engagierten Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler.

Vier von ihnen wurden später zum Einzelgespräch eingeladen, den sechs anderen gab Frau Leis eine genaue Begründung für ihre Ablehnung

So kam es, dass Maren nun den „Ernstfall“ proben darf:

Frau Leis fragt sie nach ihrem „Traumberuf“; denn in Wirklichkeit wird Maren nach Abschluss der Realschule vielleicht einen ganz anderen Weg, fern der dm-Drogeriemärkte  gehen. Sie spricht mit ihr über die schulischen Leistungen und das außerschulische Engagement und lässt sie sich selbst beschreiben: Welches sind ihre Stärken und Schwächen, was könnte sie dem Betrieb und seinen Mitarbeitern geben; warum sollte man gerade ihr einen Ausbildungsplatz anbieten?

Dass dies am Ende des eineinhalbstündigen Gesprächs nun nicht geschieht, ist für Maren keine allzu große Enttäuschung. Sie ist um wertvolle Erfahrungen reicher geworden und wird sich später in einer realen Bewerbungssituation an dieses Erlebnis und manche hilfreiche Einzelheit erinnern.

Artikel: Angelika Gabrysch
 

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