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Betriebserkundungen in der Geschäftsstelle

30.7.2010. Rhein-Sieg-Kreis.

RHEINBACH. Die Vernetzung von Schule und Arbeitswelt ist Ziel der Bildungsinitiative KURS. Dieses Ziel verfolgt auch die Lernpartnerschaft zwischen der GHS Rheinbach, der Tomburg-Realschule Rheinbach, des Städt. Gymnasiums Rheinbach sowie des Erzbischöflichen St. Joseph Gymnasiums und der Kreissparkasse Köln. Am 29.6.2010 haben die Partner ihre Zusammenarbeit in Form einer Kooperationsvereinbarung feierlich besiegelt.

KURS, „Kooperation Unternehmen der Region und Schule“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der Bezirksregierung Köln, der Industrie- und Handelskammern Bonn/Rhein-Sieg, Aachen und Köln sowie der Handwerkskammer zu Köln. Dario Thomas, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, hebt die Bedeutung von KURS-Lernpartnerschaften hervor: „KURS trägt dazu bei, Schülerinnen und Schülern Wirtschaftsthemen sowie Berufs- und Arbeitswelt näher zu bringen und sie praxisnah auf die Anforderungen in Beruf und Studium vorzubereiten.“ Nach Auffassung von Regierungsrat Achim Eckstein ist eine frühe Begegnung der Jugendlichen mit der Arbeitswelt von enormer Bedeutung. So erwerben die Schüler/innen Schlüsselqualifikationen, die ihre Chancen auf eine Berufsausbildung auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Für Schulamtsleiter Hans Clasen ist die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen der Region ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, den Übergang zwischen Schule und Beruf zu gestalten. „Wir nehmen uns dieser Thematik sehr an. Aus diesem Grunde haben wir im Rhein-Sieg-Kreis eine Stelle eingerichtet, die sich ausschließlich mit dem Übergangsmanagement befasst. Die Initiative KURS begrüßen wir daher sehr.“

Ludwig Radermacher, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln, begründet das Engagement seines Hauses: „Aktuelle Studien belegen, dass leider immer mehr Jugendliche in die Schuldenspirale geraten, weil sie bei den Verlockungen der Konsumwelt den Überblick verlieren.“ Gerd Neunkirchen, Bezirksdirektor, erläutert die Bedeutung der Zusammenarbeit seiner Geschäftsstelle mit den Schulen:„ Es ist wichtig und sinnvoll, mit jungen Menschen zu dem Thema Geld und Schulden frühzeitig in Dialog zu treten und dieses intensiver in die Lehrpläne der Schulen zu integrieren.“

„Für uns ist es selbstverständlich, dass Schule sich öffnen muss, um die Schülerinnen auf die Anforderungen im Bereich des Übergangs Schule-Beruf vorzubereiten“, erklärt Hans Rieck, Schulleiter des Erzbischöfl. Gymnasiums Rheinbach. „Eine Lernpartnerschaft mit einem Unternehmen ermöglicht unserer Schule, Unterricht anders zu gestalten“, so Albin Schmid, Schulleiter des städt. Gymnasiums Rheinbach. „Die gemeinsamen Unterrichtsprojekte werden in den entsprechenden Fachcurricula fest verankert, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten“, ergänzt Rüdiger Steffke, Schulleiter der Tomburg-Realschule. Adolf Füllenbach, Schulleiter der GHS Rheinbach, hebt die Bedeutung von außerschul. Partnern für die Schule hervor: „Wenn ein Experte aus der Wirtschaft den Schüler/innen als Diskussionspartner gegenüber steht, so kommt das authentischer an. Die Jugendlichen sind wesentlich motivierter, sich mit der Thematik auseinander zu setzen.“ Dies wurde den anwesenden Gästen deutlich, als Schüler/innen des Städt. Gymnasiums Rheinbach von einem Unterrichtsprojekt berichteten, das sie bereits mit der Kreissparkasse durchgeführt hatten. Der Spaß, den sie mit dem Projekt hatten, war ihnen anzumerken.

Die Schulen kooperieren mit den Fachkräften der Kreissparkasse u.a. in Unterrichtsprojekten zu den Themen „Aktien und Börse“, „Umgang mit Geld“, „Sparen“, „Berufswahlorientierung“, „Bewerbungstraining“. Es werden Betriebserkundungen in der Geschäftsstelle durchgeführt, interessierte Schüler/innen können an einem Assessmentcenter teilnehmen, Fachleute der Kreissparkasse kommen aber auch für Expertengespräche in die Schule. Jede Schule setzt eigene Schwerpunkte, die Projekte wurden schulspezifisch konzipiert.

Bürgermeister Stefan Raetz hob die Bedeutung der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen der Region hervor und bekundete seine Unterstützung für die Ziele der Bildungsinitiative KURS. Den Lernpartnern wünschte er viel Erfolg für ihre Zusammenarbeit.

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