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Von acht bis acht – aber nicht immer

18.4.2011. Oberbergischer Kreis.

Marlene Weiner, Geschäftsführerin Norwe GmbH, erklärt pneumatische Steuerung

BERGNEUSTADT. Julia Markel ist heute „Schülerin im Chefsessel“. Die Schülerin der Gemeinschaftshauptschule Bergneustadt begleitet einen Tag lang Marlene Weiner, die Geschäftsführerin der Norwe GmbH, bei ihrer Arbeit in der Firma. Mit dieser Aktion wollen der Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER-ASU e.V und  DIE JUNGEN UNTERNEHMER – BJU Schülerinnen und Schülern ein realistisches Bild des Unternehmertums vermitteln.

„Der Chef sorgt dafür, dass alle Zahnräder des Betriebes ineinandergreifen.“ So umschreibt Marlene Weiner ihre Aufgabe. Dabei kommt es oft vor, dass der Arbeitstag zwölf oder mehr Stunden zählt, erfährt die Chefin auf Zeit aus der Klasse 10 der Hauptschule, mit der die Firma seit über fünf Jahren eine intensive Partnerschaft unterhält.

Die Chefin kann sich ihre Zeit selbst einteilen, also auch mal um vier Uhr Schluss machen. Meist kommt sie aber wegen der vielen Routineaufgaben nicht dazu. Als erstes lässt sie sich morgens in der Regel die Kennzahlen vorlegen. „Der Blick auf Umsatz, Bestellungen, Zahlungseingänge zeigt, ob es ein guter Tag wird oder Anlass zur Sorge gegeben ist.“ Dann werden die eingegangenen Faxe gesichtet und abgezeichnet. Marlene Weiner überschlägt dabei die eingegangenen Bestellungen, vergleicht mit den Reklamationen. „Alles in Ordnung“, ist ihr Kommentar.

Als die Post durchgesehen und nach Dringlichkeit sortiert ist, beginnen die beiden den Weg durch die einzelnen Abteilungen. Frau Weiner kennt jeden Mitarbeiter, freundliches Begrüßen hin und her. Schon als Kind hat sie in der Firma gespielt, ist im Lager Rollschuh gefahren. Die Chefin fühlt sich für die Mitarbeiter und deren Angehörige verantwortlich. Es ist eben ein Familienbetrieb.

Anschließend ist Julia mit dabei, als eine Werbeagentur Vorschläge für die Gestaltung eines Flyers macht. Nachmittags darf sie dann helfen, neue Büromöbel auszusuchen.

„Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Beruf?“ möchte sie von Frau Weiner wissen. „Ich liebe es, Menschen zu motivieren und zu begeistern. Wenn meine Ideen gut ankommen und umgesetzt werden, dann freue ich mich.“

Julia möchte demnächst im medizinischen Bereich tätig werden. Ob sie einmal im Chefsessel sitzen wird, ist derzeit noch uninteressant. Heute zumindest war ein anstrengender, aufregender und interessanter Tag.

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