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Hollenberg-Gymnasium Waldbröl unterzeichnet vier KURS-Kooperationsverträge mit Partnerunternehmen aus der Region

8.5.2008. Oberbergischer Kreis.

WALDBRÖL. Am 6. Mai 2008 wurden gleich vier weitere Lernpartnerschaften im Oberbergischen Kreis vereinbart: Künftig werden die Säbu-Morsbach GmbH, die Stiebel-Getriebebau GmbH & Co. KG, die WSM Walter Solbach Metallbau GmbH sowie die Volksbank Oberberg eG und das Hollenberg-Gymnasium Waldbröl im Rahmen von KURS zusammenarbeiten.

Schulleiter Ulrich Noß vom Hollenberg-Gymnasium Waldbröl bedankte sich gestern bei den vier Firmen aus dem Süden des Oberbergischen Kreises dafür, dass sie ihre Kompetenzen den Schülern seiner Schule zur Verfügung stellen: „Zur schulischen Bildungsarbeit des Gymnasiums gehört die Grundlegung und beginnende Konkretisierung der Berufswahlorientierung.“ Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit, Schule zu öffnen und die Kontakte der Schule zur Wirtschaft zu professionalisieren.

Das KURS-Konzept wurde Mitte der 90er Jahre vom Institut Unternehmen & Schule, Bonn, entwickelt und 1999 von den Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg und Köln und der Bezirksregierung Köln übernommen. Seit 2005 ist die Handwerkskammer zu Köln mit im Boot.
Doris Klein, bei der Säbu-Morsbach GmbH zuständig für das Marketing, begrüßte die Kooperation. Zum einen wünscht sie sich für ihr Unternehmen eine stärkere Präsens im Bewusstsein der Menschen des Standortes. Zum anderen hat sie ein großes Interesse daran, junge Menschen für ihre Produkte zu begeistern und eventuell als Azubis für den kaufmännischen Bereich zu rekrutieren.

Auch für die Stiebel-Getreibebau GmbH & Co. KG wird es zunehmend problematischer, geeignete Bewerber zu finden, die den anspruchsvollen Aufgaben des Einstellungstests genügen und eine Ausbildung in ihrem Betrieb beginnen können. Für die Geschäftsleitung des Unternehmens ist dieses Problem Beweggrund genug, die Kooperation einzugehen. Sie möchte Schülern einen realitätsnahen Einblick in das Unternehmen gewähren und entwickelte dazu die Projektidee einer praxisorientierten Betriebserkundung in acht Stationen.

Die Geschäftsführer der WSM Walter Solbach Metallbau GmbH, Werner Schenk und Peter Solbach, fühlen sich in der unternehmerischen Pflicht gegenüber Jugendlichen. „Jedes Unternehmen, das sich mit dem demographischen Wandel beschäftigt, muss heute in die Zukunft investieren. Wenn sich die Wirtschaft das Recht nimmt, die schulische Grundausbildung der Azubi-Bewerber zu kritisieren, hat sie auch die Pflicht, Verbesserungsprozesse zu begleiten. Die Region und die Schulstadt Waldbröl bieten gute Voraussetzungen, dieses Miteinander insbesondere über die junge Generation zu leben.“

Gernot Wölfer, Leiter Personalentwicklung der Volksbank Oberberg eG, pflegt seit langem die Kooperation. „Zum Hollenberg-Gymnasium haben wir eine langjährige, persönliche Verbundenheit, da viele unserer Mitarbeiter ehemalige Absolventen dieser Schule sind. Wir möchten die Lehrer beim Einbringen von Wirtschaftsthemen in den Unterricht unterstützen. Dies erfolgte bereits in den vergangenen Jahren, allerdings eher sporadisch. Die Initiative KURS bietet die ideale Plattform, die unserer Partnerschaft sowohl Rahmen als auch Struktur gibt. Beides ist für eine verlässliche, dauerhafte und effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten notwendig und sinnvoll.“

„KURS vereint an der Scnittstelle Schule Wirtschaft alle möglichen Aktivitäten und führt sie zusammen. Die Initiative entspricht den neuen Vorgaben für den Bereich der Ökonomischen Bildung, sie bringt das Thema Wirtschaft in die verschiedensten Fächer hinein und bietet durch fächerübergreifende Projekte eine starke Praxisanbindung für die Fächer“, sagte Schulrat Artur Broch.

Die Lernpartnerschaften im Oberbergischen Kreis werden begleitet durch das zuständige KURS-Basisbüro. „Schulen und Unternehmen profitieren beide von der Zusammenarbeit“, betonte Angela Harrock, KURS-Koordinatorin im Oberbergischen Kreis. „Schulen öffnen sich der Wirtschaft, sie erweitern ihr Schulprofil. Unternehmen pflegen den Dialog mit dem Umfeld und den Kontakt mit der Nachbarschaft und haben frühzeitig Zugang zu potentiellen Nachwuchskräften“, so die Koordinatorin.

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