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Praktikum als Chance nutzen

23.5.2011. Kreis Euskirchen.

EUSKIRCHEN. „Ich habe 100 Bewerbungen geschrieben“ bei der letzten habe es dann mit der Ausbildungsstelle geklappt, berichtet eine ehemalige Schülerin der Joseph Emonds Schule in Euskirchen – Kuchenheim. Zum ersten Mal lud Schuleiter Thomas Müller am 13.5.2011 zum Praktikumsabend, in die gerade fertig gestellte neue Mensa ein. Etwa 200 Schülerinnen, Schüler und Eltern haben sich ausführlich über die Berufswahlvorbereitungsmaßnahmen der Schule informiert.

„Wegen des bestehenden Ausbildungspaktes der Stadt Euskirchen mit der Wirtschaft können wir jedem Schüler eine Ausbildungsstelle garantieren“ verkündete Herr Müller stolz. Allerdings müssen die Schüler selbst wichtige Voraussetzungen mitbringen. Besonders die so genannten Schlüsselqualifikationen, gutes Benehmen und erkennbare Lernwilligkeit, seien unabdingbar. Das Praktikum bietet eine gute Möglichkeit, dies unter Beweis zu stellen.
Höhepunkt des Abends war eine lebhafte Podiumsdiskussion mit Vertretern des Handwerks und Auszubildenden, geleitet von der Berufswahl Koordinatorin Birgit Freynik. Als ehemaliger Schüler der Joseph Emonds Schule erklärte Elvir wie wichtig es sei, als Schüler mitzumachen und aufzupassen. Damit er seine theoretische Abschlussprüfung bestehen kann, muss der praktisch begabte Auszubildende zusätzlich in seiner Freizeit pauken. „Das müsste ich nicht, wenn ich in der Schule besser mitgemacht hätte, denn im Unterricht wurde alles geboten!“

Michael Kau, Geschäftsführer der Firma ProCar machte deutlich, dass es wenig sinnvoll ist, nach Schulabschluss ein weiteres Jahr in einem Berufskolleg bei einer Vorbereitungsmaßnahme zu verschwenden. Es sei besser, sich sofort um eine Ausbildungsstelle zu bemühen. Wer ohne besonderes Ziel ein Berufskolleg besucht und dort zwei Jahre umsonst verbringt, könnte rund 36000 Euro verlieren, unterstrich André Büschkes, Inhaber eines Dachdeckerbetriebes.

Einen besonderen Tipp gab der Metallbauunternehmer Martin Königshofen den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Ihn hatte es beeindruckt, dass ein Schüler zusätzlich ein Praktikum während der Ferien bei ihm absolvieren wollte. „Einen Menschen, der bereit ist, in seiner Freizeit in meinen Betrieb zu kommen, den bilde ich gern aus, weil er den nötigen Willen zeigt. Da sind die Noten zweitrangig.“

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