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Ein Faustpfand für die Zukunft: Otto Junker GmbH und Franziskus-Gymnasium Vossenack unterzeichnen auf Dauer angelegte Kooperation

9.5.2006. Kreis Düren.

v.l.: Schulleiter Pater Peter Scholl, Christa Zündorf, KURS-Basisbüro für den Kreis Düren, und Geschäftsführer Alexander Großhäuser bei der Vertragsunterzeichnung.

Für eine runde Veranstaltung sorgten auch die hervorragenden musikalischen Beiträge des Schulorchesters und der Blechbläser und nicht zuletzt der Vortrag des Musikkurses der Jahrgangsstufe 11, der Materialen des Unternehmens kreativ zum Klingen brachte.

Qualität, Kompetenz und Innovation, zentrale Begriffe auf der Unternehmenshomepage von Otto Junker, können wir auch für unser Gymnasium beanspruchen?, erklärte Schülersprecherin Mira Kleine in ihrem Beitrag zur Ratifizierung der Lernpartnerschaft des Franziskus-Gymnasiums Vossenack mit dem weltweit tätigen in Simmerath ansässigen Anlagenbauer. Und in der Tat lagen in der Lobby des Unternehmens ungewohnte Klänge und Rhythmen zeitgenössischer Musik in der Luft, als der Musikkurs der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums mit aus Materialien der Otto Junker GmbH selbst ergestellten ?Instrumenten? eine Komposition ihrer Musiklehrerin Christiane Schulz zu Gehör brachte.
Dass sie zweifellos zusammenpassen und gut miteinander harmonieren zeigte sich deutich bei der Vorstellung ihrer Lernpartnerschaft am 4. Mail 2006 im Rahmen einer Feierstunde am Simmerather Stammsitz des Unternehmens.

Durch ihre Unterschriften unter die in Zusammenarbeit mit dem KURS-Basisbüro für den Kreis Düren entwickelten Kooperationsvereinbarung gaben Geschäftsführer Alexander Großhäuser, Otto Junker GmbH, Schulleiter Pater Peter Schorr den Weg frei für eine auf Dauer angelegte nachhaltige Lernpartnerschaft auf der Plattform KURS. Die Bildungsinitiative KURS wird von den Industrie- und Handelskammern Aachen, Köln, Bonn/Rhein-Sieg, der Handwerkskammer zu Köln und der Bezirksregierung gemeinschaftlich betrieben mit dem Ziel, Unternehmen und Schulen flächendeckend zu vernetzen und Wirtschaft und Arbeitswelt in die Schulen zu bringen. So bietet die Otto Junker GmbH zahlreiche Möglichkeiten an, den Unterricht am Franzis-Gymnasium praxisnäher zu gestalten und den Schülern in verschiedenen Jahrgangsstufen und Fächern zentrale Einblicke in den Arbeitsalltag zu vermitteln. Know-how aus dem Unternehmen soll in die Fächer und in fächerübergreifende Projekte fließen.

Geplant sind in einer ersten Aufbauphase Schwerpunkte in den Fächern Deutsch, Physik, Politik und Kunst. Neben einem Betriebspraktilum in Klasse 9 unter dem Schwerpunkt Mess- und Regeltechnik ist ein gezieltes Bewerbungstraining durch Mitarbeiter der Fima vorgesehen. Eine gemeinsame Erste-Hilfe-Ausbildung von Azubis und Schülern in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz unter Regie von Lehrer Dirk Sieven zeigt, dass die Kooperation keine Einbahnstraße ist. Gegenseitiges Geben und Nehmen stehen auf dem Programm, und wie vielfältig dieses Prinzip umgesetzt wird, belegt auch geplante Ausstellungen von Schülerarbeiten der Fächer Kunst und Physik im Unternehmen. Im Gegenzug bietet das Gymnasium der Firma auf dem jährlichen Franziskusfest ein Präsentationsforum.

Unter dem Motto ?Global and close to the customer? stellte Geschäftsführer Alexander Großhäuser den zahlreichen Gästen das traditionsreiche Unternehmen vor, das weltweit mit mehr als 800 Mitarbeitern in 13 Niederlassungen und mit 20 Vertretungen auf nahezu allen Kontinenten präsent ist. Durch die Kooperation werde nicht nur der Kontakt zu potenziellen Auszubildenden verbessert, so der Geschäftsführer. Schon in der Vergangenheit habe sich erwiesen, dass die persönlichen Bindungen an die Region auch Hochschulabsolventen nach dem Start ihrer Karrieren zurück in die Eifel und auch zur Otto-Junker GmbH führten. Daher begrüßte er die Kooperation als Investition in die Zukunft. ?Wir werden die Kooperation sehr engagiert betreiben?, sicherte Großhäuser der Schule zu, denn das gemeinsame Ziel sei bestmögliche Bedingungen für einen erfolgreichen Berufsstart der Jugendlichen zu schaffen.

Schulleiter Pater Peter Scholl betonte, die Aufgabe der Schule sei es, durch Unterricht und Erziehung junge Menschen zu bilden. Diese Bildung müsse dem ganzen Menschen dienen und dazu gehöre auch das Heranführen der Schüler an die Welt der Arbeit. Die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft hänge entscheidend von der Bereitschaft ab Ressourcen für Bildung bereitzustellen. Obwohl auch Schule mittlerweile mehr und mehr zum selbstständigen Dienstleistungs-unternehmen generiere, biete die Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen die Möglichkeit, die manchmal allzuweit vom konkreten Leben in Wirtschafts- und Arbeitswelt entfernte Schule an die Lebensrealität heranzuführen um qualifizierte Bildung und Ausbildung zu sichern.

Der Simmerather Bürgermeister Hubert Breuer, der auch im Namen der Bürgermeisterkollegen der Gemeinden Hürtgenwald und Nideggen sein Grußwort an die beteiligten Akteure richtete, gratulierte den Partnern zu einer Zusammenarbeit, in der sich der bedeutendste Arbeitgeber der Region mit einem Gymnasium verbinde, das für seinen hohen Ausbildungsstand bekannt sei. ?Zwei starke Partner finden hier zueinander und leisten über kommunale Grenzen hinweg einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region?, erklärte Breuer.

Als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßte auch Schulamtsdirektor Josef Lemoine die Kooperation und unterstrich den hohen Stellenwert, den das Schulamt zukunftsträchtigen Initiativen an der Schnittstelle Schule-Beruf beimesse. Ziel sei letztendlich, durch den Zusammenschluss aller Akteure die Schüler besser auf den Übergang Schule?Beruf vorzubereiten und damit der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit entschieden entgegenzutreten.

Zum größten Ausbilder der Region und einem der besten Ausbildungsunternehmen im Kammerbezirk beglückwünschte IHK-Geschäftsführer Heinz Gehlen das Franziskus-Gymnasium und lobte das Engagement der Partner in Sachen Bildung gemeinsame Wege zu beschreiten.

Yvonne Rau, Auszubildende der Otto Junker GmbH und Absolventin des Franziskus-Gymnasiums betonte, Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Flexibilität seien in Schule und Unternehmen keine leeren Schlagworte. Der Kontakt mit ihrem Ausbildungsbetrieb ermögliche Schülerinnen und Schülern einen realistischen Einblick in die Welt der Industrie. Lehrer Dirk Sieven freute sich über die positive Rückmeldung an die Schule und erklärte: ?Wir Lehrer stehen für eine engagierte Zusammenarbeit bereit.?

Foto 1: Heiner Schepp
Foto 2: Dr. Cordes

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