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Kooperation mit Unternehmen holt Schule in die Realität – Das KURS-Kooperationsnetz Aachen feierte im Ludwig-Forum den Abschluss der Lernpartnerschaft zwischen dem Kaiser-Karls Gymnasium und dem Ford Forschungszentrum

27.4.2007. Städteregion Aachen.

v.l.: Stadtdirektor Wolfgang Rombey mit Angelika Trautwein und Bert Vogelfänger, KURS-Basisbüro beim Schulamt für die Stadt Aachen

Die neuen KURS Partner Dr. Jürgen Wesemann, Ford Forschungszentrum, und Schulleiter KKG-Schulleiter Dr. Paul Jaegers

AACHEN. Um bestehende Kooperationen vorzustellen und neue Schulen und Unternehmen für die Initiative zu gewinnen, veranstaltete das KURS-Basisbüro für die Stadt Aachen unter Schirmherrschaft von Stadtdirektor Wolfgang Rombey am 26. April ein „Get Together“ im Aachener Ludwig-Forum. Neben einer Ausstellung zum Thema „KURS-Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Aachen“ bot die Veranstaltung auch den Rahmen für die Besiegelung einer neuen Kooperation. Das Ford Forschungszentrum Aachen und das Kaiser-Karls-Gymnasium werden zukünftig in Sachen Bildung gemeinsame Wege gehen.

Schülerinnen und Schüler werden bei ihrem Unternehmenspartner Einblick in Wissenschaft und Forschung und die Arbeitfelder verschiedenster Ingenieurberufe erhalten und vom Wissenstransfer in die naturwissenschaftlichen Fächer profitieren. Das Ford Forschungszentrum engagiert sich damit einmal mehr in der Nachwuchsförderung.
„Schule ist immer ein Stück Abbild der Wirklichkeit, aber auch immer ein Stück unter der Käseglocke“, meinte KKG-Schulleiter Dr. Paul Jaegers. „Die vielen Möglichkeiten, die das Ford Forschungszentrum Aachen bietet, eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in Forschung und Wissenschaft. Experten bringen sich in den Unterricht der naturwissenschaftlichen Fächer ein. Durch die Kooperation verbinden wir unsere Schule mehr mit der Realität“, erklärte der Schulleiter.
Monika Wagener, Pressesprecherin des Forschungszentrums Aachen, sieht in der Lernpartnerschaft eine Chance für alle Beteiligten: „Wir stehen zu unserer Verpflichtung als Unternehmen. Daher liegt viel daran, einen Beitrag zur Verbesserung der schulischen Bildung zu leisten und damit auch die Verbundenheit zu unserem Standort zu zeigen. Und natürlich sind wir auch an der Förderung des Ingenieur-Nachwuchses interessiert“, räumt Wagener ein. Das Ford Forschungszentrum beschäftigt neben Technikern und Ingenieuren auch Mediziner, Biologen und Biotechniker. Für Wissenschaft und Technik begeistern möchte Dr. Jürgen Wesemann, der für das Forschungszentrum den Kooperationsvertrag mit dem Aachener Gymnasium unterzeichnete, die Schülerinnen und Schüler. „Wir wollen vermitteln, dass unsere Arbeit sehr viel Spaß macht“, meinte Wesemann.

Erfahren, wie es draußen aussieht

Dass dies gelingt, berichteten zwei Schülerinnen der Klasse 11, die sich bereits anlässlich des Girls‘ Days im Ford Forschungszentrum umgetan hatten. „Durch die Partnerschaft können wir erfahren, wie es ‚draußen‘ aussieht'“, sagte Ann-Kathrin Schölzel. Und Claudia Mascheraux ergänzte: „Die Kooperation bietet super Möglichkeiten, verschiedenste Berufe kennen zu lernen. Hier kommen wir in Kontakt mit Bereichen, die uns sonst eher verschlossen bleiben.“

KURS – Gute Beispiele aus der Praxis

In der Stadt Aachen zählt das Kooperationsnetz der Initiative KURS mittlerweile 10 Partnerschaften, im Bezirk der IHK Aachen 62, und im Regierungsbezirk Köln sind es inzwischen mehr als 210. Alle Schulformen sind vertreten und eine Vielzahl von Branchen. Die Aachener Lernpartner Kohl Automobile und David-Hansemann-Realschule, Autohaus Kuckartz und Hauptschule Drimborn, Luise-Hensel-Realschule mit ihren drei Kooperationspartner Philips Technologie GmbH, Kaufhof Warenhaus AG und Marienkrankenhaus, Regio IT und Hauptschule Aretzstraße sowie die STAWAG mit Kooperationspartner Heinrich-Heine-Gesamtschule warteten mit zahlreichen guten Beispiel ihrer Zusammenarbeit auf.

IHK-Geschäftsführer Heinz Gehlen freute sich über die zahlreichen Beiträge der Lernpartner aus Aachener Unternehmen und Schulen: „Schülerinnen und Schüler benötigen dringend Orientierungshilfen zur Vorbereitung auf Berufsausbildung und Studium, wie Pisa und die nachfolgenden Studien gezeigt haben. Die hervorragenden Kooperationsbeispiele, die heute präsentiert werden, belegen, dass unser Engagement sich lohnt“, betonte der IHK-Geschäftsführer. Unternehmen könnten es sich heute nicht mehr leisten, nicht auszubilden. „Wir sind auf qualifizierte Schulabgänger angewiesen“, erklärte der IHK-Geschäftsführer.
Überzeugt, dass gute Kooperationsbeispiele Signalwirkung auf die Unternehmen haben werden, die sich bislang noch scheuen, eine feste Kooperation mit einer Schule einzugehen, ist auch Stadirektor Wolfgang Rombey. Er betonte, die Stadt Aachen sei sehr daran interessiert, die Aktivitäten an der Schnittstelle Schule-Wirtschaft  zu unterstützen.  Wissenschaftlich- technischen Nachwuchs zu fördern sei eine dringend erforderlich. „Das Ford Forschungszentrum bietet hier für das Kaiser-Karls-Gymnasium hervorragende Möglichkeiten, den Unterricht der naturwissenschaftlichen Fächer zu bereichern“, so Rombey fest. Aber auch die Hauptschulen am Ende der Leistungsskala seien auf Unterstützung durch Unternehmen angewiesen. „Hier wollen eine Vermittlerrolle zwischen Schulen und Unternehmen übernehmen“, erklärte der Stadtdirektor.

Ein buntes Rahmenprogramm rundete die von KURS-Koordinatoren Angelika Trautwein und Bert Vogelfänger organisierte Veranstaltung ab: Die Sängerin Melanie Kürtzen, die Schulband der David-Hansemann-Realschule und der Zirkus Configurani ernteten viel Applaus für ihre tollen Beiträge.

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